Einkochen wie zu Omas Zeiten!

Der Herbst hat so schöne viele Seiten, den „Altweibersommer“ wie man Ihn in Bayern gerne nennt, die bunten Blätter und die Ruhe, die nach einem aktiven und turbulenten Sommer einkehrt. Ganz vorne steht vor allem die Herbstküche, man denkt spontan an Kürbissuppe und Linseneintopf, deftige Speisen und an das Einkochen. Frische Lebensmittel haltbar zu machen, durch das Einkochen und Einlegen, wie zu Omas Zeiten, erlebt einen neuen Trend. Ist das nicht schön? Wer kann schon bei selbstgemachter Marmelade, Kompott und Chutneys widerstehen? – Ganz richtig, niemand!
Eingekochte Lebensmittel, besonders in hübschen Gläsern mit dekorativer Beschriftung, machen einiges her und sind auch ein tolles Geschenk für fast jeden Anlass! Also nichts wie los, einkaufen und dann ab in die Küche! Damit Euer Start gelingt, haben wir wie immer ein paar Fakten für Euch zusammengetragen.

Geschichtlicher Hintergrund
Eines der Grundbedürfnisse des Menschen, ist ganz klar das Anlegen von Vorräten. Sie geben Sicherheit in Zeiten von Not. Es gibt viele Methoden, Lebensmittel haltbar zu machen, und heute geht es ja ganz klar ums Einkochen. Napoleon Bonapartes ist eine wichtige Schlüsselfigur wenn es um das Konservieren von Lebensmitteln geht. Er setzte zu seiner Zeit eine hohe Summe an Gold aus, damit ein Konservierungsverfahren entdeckt wird, damit die Versorgung seiner Truppen auch in der Not gewährleistet wäre. 1790 gewann ein französischer Konditor, Nicolas Appert, den Wettbewerb. Er entdeckte den Fakt, das man Lebensmittel in geschlossenen Behältern durch erhitzen auf 100 Grad haltbar gemacht werden konnten. Er verfasst hierzu sogar ein Buch! 1893 erwarb Johann Carl Weck das Patent für die sogenannten „Einweck-Gläser“. Fast 90 Jahre später, wurde die Wortschöpfung „einwecken“ in den Duden aufgenommen. Der Erfolg der Firma ist bis heute bestehend. Und Übrigens: Zu Beginn des Ersten Weltkriegs war die Blütezeit des Einkochens!

Was brauche ich alles zum Einkochen?
Das Wichtigste sind die Gläser, Ihr könnt hier zwischen den klassischen WECK-Gläsern mit Gummi und Klammer wählen oder den gängigen „Twist-off-Gläsern“ die wir im Hausgebrauch gewöhnt sind. Wenn es ans Einkochen geht, reicht Euch zunächst ein großer Kochtopf.  Ein Glasheber erleichtert Euch die heißen Gläser aus dem Wasserbad zu heben, lasst die Finger von Topflappen, Ihr tut Euch hier keinen Gefallen. Nützlich sind noch Trichter, Etiketten und spezielle Stifte für die Beschriftung.
Profi-Einkocher greifen auch mal gern auf einen so genannten „Pressure Canner“ zurück, der speziell für Fleisch und Fisch geeignet ist. Eine andere Möglichkeit sind Einkochautomaten. Alles war Euch jetzt zuhause fehlt, könnt Ihr bequem bei unserem weePartner Galeria Kaufhof bestellen und dazu noch Cashback sammeln. Besonders ausgefallene Gläser und alles um das Thema kochen, bekommt Ihr bei KochForm und tischwelt!

Die Geheimtipps der Bio-Landwirthin Angelika Leitner aus Thalgau in Österreich sind folgende:

  • nur sauberes Obst und Gemüse verwenden
  • alle Zutaten gut vorbereiten
  • alles schnell und zügig verarbeiten
  • penibel auf saubere Gläser achten
  • die Deckel sollten aus dem heißen Wasser kommen
  • die Gläser nach dem Füllen sofort auf den Kopf stellen


Bildquelle: pixabay.de

Welche Methoden gibt es?
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie und was eingekocht wird. Von Apfelmus über Marmelade bis hin zu Essiggurken und Fleischgerichten. Wir haben hier mal die wesentlichen Schritte zusammengefasst:

  1. Ihr bereitet das jeweilige Essen nach dem Einkochrezept zu (z. B. Marmelade
  2. Ihr befüllt die sterilen Gläser, säubert die Ränder und verschließt alles mit dem Deckel
  3. Gläser im Kochtopf oder dem Ofen „einkochen“ um so ein Vakuum im Glas zu erzeugen
  4. Gläser auskühlen lassen, beschriften und dekorieren

So und jetzt noch passend zur Kürbiszeit ein tolles Rezept für:

Kürbis-Chutney
Zutaten für 4 Personen:

  • 750g Kürbis
  • 500g Gelierzucker 2:1
  • 7 stk. Chilischoten (klein), aber Vorsicht, es wird scharf
  • 3 Stk. Zwiebel
  • 3 EL Essig
  • 1 Stk. Ingwer (ca. 4cm)

Zubereitung:

  1. Für das schnelle Kürbis-Chutney, den Kürbis entkernen, schälen und mit dem geschälten Ingwer grob reiben.
  2. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Chili waschen, Kerne entfernen und klein hacken.
  3. Kürbis, Ingwer, Chili mit dem Essig und Zucker in einem großen Topf einkochen. Heiß in Gläser füllen und sofort verschließen.

(Bildquelle und Rezept von gutekueche.de)

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